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Mass Customisation
Ein effektiver Weg, die Imitationsattraktivität zu senken, ist das Angebot von speziell auf die Kundenwünsche zugeschnittenen Produkten aus der Massenproduktion, oft unter dem Stichwort Mass Customisation beschrieben.
Die Mass Customisation ist bereits seit längerem im Automobilbau etabliert, wo der Kunde zahlreiche Gestaltungsoptionen für sein Produkt besitzt, das in flexiblen Fertigungsanlagen nach Kundenwunsch gefertigt wird. Die Mass Customisation macht es für die Produzenten von Piraterieware unattraktiv, Imitationen herzustellen, da ihnen der direkte Kundenkontakt of fehlt, sie in diesem Fall aber einen konkreten Kundenauftrag benötigen und damit auch die Infrastruktur für die Abwicklung solcher Aufträge. Inzwischen entdecken auch Konsumgüterhersteller Mass Customisation als möglichen Schutzmechanismus, wie das folgende Praxisbeispiel erläutert:
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Praxisbeispiel: Mass Customisation im Konsumgütermarkt
Die Bekleidungs- und Accessoirehersteller Polo, Timberland und Longchamp bieten ihren Kunden auf Internetplattformen an, das Design der Produkte, z. B. durch Bestickungen, gemäß seinen eigenen Vorstellungen zu gestalten. Dabei besitzt er zahlreiche grafische Freiheitsgrade und kann so das Produkt unverkennbar individualisieren.
Für die potentiellen Produzenten von Piraterieware stellt dieses Vorgehen eine deutliche Barriere dar, da sie nicht über die Strukturen verfügen, die eine entsprechende Auftragsabwicklung mit global verteilten Kunden ermöglichen. Aus diesem Grund können sie diese Individualisierung dem Kunden nicht anbieten.
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Siehe auch:
Hans-Joachim Fuchs (2006): Piraten, Fälscher und Kopierer: Strategien und Instrumente zum Schutz geistigen Eigentums in der Volksrepublik China. Gabler-Verlag, Wiesbaden.
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